
DER KÖRPER HAT ÜBERLEBT.
KEIN SAUBERES VORHER UND NACHHER.
R-CHOP, MATRix und CAR-T haben meinen Körper behandelt. Was Krankheit, Therapie und Angst im Inneren hinterlassen, ist von außen nicht immer sichtbar: Dissoziation, Überforderung und das Gefühl, im eigenen Leben nur noch zu funktionieren.
Es gibt kein sauberes Vorher und Nachher. Nur einen Menschen, der lernt, die Bruchstücke neu zu lesen – zwischen Trauma, Masking, Neurodivergenz und der Frage, wo wieder ein eigener Wille beginnt.
Antikörper für die Psyche war der Anfang von Hirnbruch. In den ersten Folgen erzähle ich meine Krebsgeschichte – von der Diagnose über Chemo und CAR-T bis zu den psychischen Folgen. Hirnbruch setzt dort an, wo die Behandlung endet: beim Leben danach, bei Trauma, Neurodivergenz, Identität und der Frage, wie man sich nach dem Kollaps neu zusammensetzt.
MEDIZINISCHE STATIONEN
FEBRUAR 2021 – ERSTE KREBSDIAGNOSE
Hochmalignes B‑Zell-Non-Hodgkin-Lymphom im Stadium IVB. Behandlung mit sechs Zyklen R‑CHOP-Chemotherapie; anschließend vollständige Remission.
DEZEMBER 2021 – FRÜHREZIDIV
Rückkehr des Lymphoms mit Befall des zentralen Nervensystems und der Wirbelsäule. Notfallbestrahlung und intensive Chemoimmuntherapie nach dem MATRix-Schema.
FEBRUAR 2022 – CAR‑T-ZELLTHERAPIE
Behandlung mit Yescarta an der Uniklinik Köln.
FEBRUAR/MÄRZ 2023 – SCHWERER DREIFACHINFEKT
Gleichzeitig COVID‑19, eine beidseitige Lungenentzündung und eine Portinfektion. Bei weiterhin stark geschwächtem Immunsystem nach der CAR‑T-Zelltherapie befand ich mich in Aplasie, hatte insgesamt etwa zwei Monate Fieber und lag davon zwei Wochen auf der Onkologie. Wegen des starken Verdachts auf ein erneutes Krebsrezidiv wurde ich umfassend untersucht – der Verdacht bestätigte sich glücklicherweise nicht.