Eine Leseprobe
Aus meinem autobiografischen Manuskript
Wie schreibt man seine Gefühle nieder, wenn man die Gefühle kein bisschen aushalten kann?
Ich konnte meine Gefühle so schlecht aushalten, dass es mich all meine Kraft kostete, sie zu verdrängen. Bei meiner ersten ernsthaften Schreibsession schaffte ich etwa achthundert Worte. Ich merkte gar nicht, was mit mir geschah. Ich wurde immer bedrückter. Während des Schreibens war ich wie gebannt. Es war unheimlich anstrengend. Nicht wie in der Schule einen Aufsatz über Eskimodörfer zu schreiben anstrengend. Es war emotional anstrengend. Ich wurde zunehmend paranoid. Die kleinsten Reize um mich herum irritierten mich zutiefst. Während ich schrieb, wurde mir zunehmend klarer, was ich hier eigentlich tat. Ich saß mitten in der Woche auf einer gemieteten Wiese an einem Klapptisch und versuchte meine schlimmsten Erinnerungen zuzulassen. Das alles in der Hoffnung, dass es mir besser gehen würde.
Thomas Tikko · Aus meinem Manuskript
Mein Diagnosegespräch
„Wenigstens weiß ich jetzt, dass ich nicht verrückt bin.“
Eine Szene aus meinem Buch – auf sechs Karten. Zum Vergrößern eine Karte anklicken.
Cover: KI-generiertes Symbolbild.
Beim Lungenfunktionstest
Ich freute mich auf Krankenhausessen.
Eine Szene aus meinem Buch – auf drei Karten. Zum Vergrößern eine Karte anklicken.
Cover: KI-generiertes Symbolbild.








